Meine Kunst: „Ich sehe was, was du nicht siehst“
Meine Arbeiten zeigen, wie Sehen und Erinnerungen miteinander in Beziehung stehen. Denn das Sehen ist nicht nur eine rein physische Tätigkeit. Die Erinnerung an das Gesehene, an eine Begebenheit, ist immer auch verwoben mit einer Erfahrung oder einer Geschichte. Hieraus entstehen Gedanken und Gefühle, denen ich mit Farbe, Form und Struktur Gestalt gebe.
In wechselnder Intensität verwende ich Symbole in meinen Gemälden - meine Symbole. Da ist der Kreis, das Dreieck und das Hexagon. Sie sind Werkzeuge für mich, das Spiel mit der Vielschichtigkeit der Wahrnehmung darzustellen.
Diese Symbole sind mal deutlich, mal schemenhaft. Sie stehen in Bezug zueinander und bilden einen ringförmigen Zyklus. Je nachdem, mit welchem Symbol du beginnst, egal in welcher Richtung du dich bewegst, jedes der Symbole führt zu den jeweils anderen. Ich nenne es “Circle of Cognition”.
Das Hexagon steht für die Analyse der Situation, eine Standortbestimmung, den „Blick nach unten“, die “Erkenntnis der Fläche”. Für die Vision, das Ziel, den Traum steht der Kreis, der „Blick nach oben“. „Blick nach vorn“ bedeutet Bewegung, Streben, Drang nach vorn. Das Dreieck steht hierfür. Eine Form, die mir als Segler sehr vertraut ist.
Satter, mehrschichtiger Farbauftrag, variabel texturiert auf klassischer Leinwand, vorzugsweise großformatig, ist mein Stilmittel. Die Farbe selbst verwende ich mit impressionistischer Leichtigkeit, von zart bis gesättigt. Zusammen mit klar umrissenen Flächen entsteht ein spielerischer Effekt, gleich einem Kaleidoskop.
Ein Balanceakt der Verschmelzung impressionistischer Freiheit mit der strengen Struktur der Geometrie - Ich nenne meinen Malstil „Metrischer Impressionismus“.
„Ich sehe was, was du nicht siehst“ - Die Transformation trivialer Geometrie in einen impressionistischen Neuzustand.
Dirk Max Schwaertzel | Artist
“Violet Flux” Detail, Entstehung | 2025